Fachtag
am Donnerstag, den 08.11.2007:

Kinder in der Wissensgesellschaft

- Schlau durch multimediales Lernen -

Zum zehnten Mal informierten sich rund 90 Erzieherinnen und Erzieher beim Fachtag "Kinder in der Wissensgesellschaft" über neue Erkenntnisse und Trends zum Spiel- und Lernplatz Computer in Kindergarten und Hort. Dieses Jahr stand der Fachtag unter dem Motto "Schlau durch multimediales Lernen". Neben theoretischen Impulsen zu Bildungsprozessen rund um die Neuen Medien, wurden verschiedene Praxisbeispiele für das multimediale Lernen präsentiert.

Die Tagung wurde von Edith Ilg (Schul- und Kultusreferat der LH München) und Hans-Jürgen Palme (SIN - Studio im Netz e.V.) eröffnet, die auch im Namen des Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßten. Hans-Jürgen Palme wies dabei auf die Wichtigkeit der politischen Rahmenbedingungen hin, die für eine sinnvolle Medienbildung gegeben sein müssen.

 

"Bei der Medienerziehung kommt es in erster Linie auf die richtige Vermittlung an" betonte Dr. Eleonore Hartl-Grötsch, Leiterin der Fachabteilung für städt. Kindertageseinrichtungen der LH München, bei ihren Grußworten.

 

Der Münchner Stadtrat Haimo Liebich forderte in seiner Rede "Medienerziehung - Investition in die Zukunft" eine flächendeckende Ausweitung medienpädagogischer Aktivitäten, insbesondere in öffentlichen Institutionen wie Schule, Kindergärten und Horten, um allen Kindern die vielfältigen Bildungschancen zugänglich zu machen. Die frühkindliche Ausformung der Medienkompetenz ist notwendig, damit Kinder lernen, nicht nur zu konsumieren, sondern sich auch aktiv mit den Medien auseinanderzusetzen.

 

Wolfgang Löscher (Pädagoge und Musiker) blickte in seinem Vortrag weniger in die Zukunft, sondern erinnerte sich an die ersten Schritte bei dem Projekt "Multimedia-Landschaften für Kinder", welches er mit initiiert hatte. Auslöser für dieses Projekt war die Faszination, die der technische Fortschritt und somit auch die Neuen Medien stets auf Kinder ausübt.

 

Den Vormittag rundete Prof. Wolfgang Zacharias (Universität Merseburg) mit den Worten ab: "Die schlechteste Medienbildung sei, überhaupt keine zu machen".

 

Anlässlich des 10. Geburtstages von MuLa (Multimedia-Landschaften für Kinder) verglich Hans-Jürgen Palme den Medienbesitz der Jugendlichen von heute und von vor zehn Jahren. Im Hinblick auf Computer und Internet habe sich die Ausstattung verdoppelt. Kinder und Jugendliche wachsen demnach in einer ganz anderen Mediensituation auf als 1998. Erfreulich ist, so Edith Ilg, dass die städt. Kindertageseinrichtungen hinsichtlich ihrer Medienerziehung im Vergleich zu anderen Städten sehr fortschrittlich sei. Zukunftswunsch sei aber, dass alle Einrichtungen mit Multimedia-Stationen ausgestattet werden.

 

Den Abschluss bildete eine Reihe von Praxisbeispielen. Sowohl für Kindergärten als auch für Horte wurden Spiele und Internetseiten vorgestellt, die die Bildungsprozesse der Kinder unterstützen. Wie jedes Jahr wurden zudem den Zuhörerinnen und Zuhörern Neuheiten und Trends präsentiert.

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