Medienprojekt der Grundschule an der Ittlingerstr.

 

Stadtteilerkundung mit neuen Medien

 

 

Unser Grundschulprojekt „Multimediale Stadtteilerkundung“ hat curriculare Lerninhalte mit medienpädagogischen Leitzielen verbunden. Die Umsetzung erfolgte im projektzentrierten Unterricht. Dabei erkundeten zwei dritte und zwei vierte Klassen der Grundschule an der Ittlinger Str. ihren Stadtteil Hasenbergl und nutzen zeitgemäße Medien zur Recherche, zur inhaltlichen Be- und Erarbeitung und schlussendlich zur Aufbereitung. Die Schulkinder haben Fotos erstellt, Bilder gemalt und eingescannt, Texte geschrieben und bearbeitet, multimediale Präsentationen gestaltet und vieles mehr.

 

Unser Projekt hat auch das Motto des staatl. Schulamtes für das Jahr 2007aufgegriffen. Es lautet: „Medienwelt – verantwortlicher und kompetenter Umgang mit Medien“.

 

Mein Lieblingsplatz

 

Die Kinder der Klassen 3a und 3b dokumentierten ihre Lieblingsplätze im Stadtteil und erstellten dazu im „Zweier-Team“ eine PowerPoint-Präsentation mit jeweils drei Folien. Die Folie 1 enthält einen kurzen beschreibenden Text. Die Folie 2 selbst gemalte Bilder und die letzte Folie zeigt Fotografien, die von den Kindern selbst gemacht wurden. Die Kinder haben ihre Präsentation natürlich vielfältig animiert.
 

 

Die Geschichte des Stadtteils

 

Die Kinder der Klasse 4d bastelten Internetseiten mit Primolo, einem Angebot von „Schulen ans Netz“. Inhaltlich ging es um die Geschichte des Hasenbergls. Mit Texten und gemalten Bildern dokumentierten sie die Vorgeschichte des Hasenbergls, das Gfild, die Pest, die Weltkriege, die Hungersnot, und vieles mehr. Wer Lust hat, der kann unter http://www.primolo.de/home/Hexenkessel/ alle Ergebnisse einsehen.
 

 

Das Kunstprojekt

 

Die Kinder der Klasse 4c realisierten über einen längeren Zeitraum das Kunstprojekt „Unsere Lebenswelt neu gesehen“. Das Ziel hierbei war es, die Schüler und Schülerinnen bezogen auf ihre Wohnumgebung im Stadtteil Hasenbergl vorzustellen. Die Umsetzung gliedert sich in vier PowerPoint-Präsentationen:

·         Präsentation mit schönen Portraitaufnahmen in anonymisierter Form

·         Präsentation mit je einem Foto vom Wohnhaus (Straßenschild) und einem Foto vom eigenen Zimmer

·         Präsentation mit einem Akrostichon

·         Präsentation in der alle Puzzleteile (Portraitaufnahme; Wohnhaus, Zimmer, Straßenschild) zusammengefügt sind und der Lieblingssong des jeweiligen Kindes erklingt.

 

Einen besonderen Stellenwert hatte die Vorführung der Projektergebnisse als abschließender Höhepunkt für die Kinder selbst, die Eltern und eine interessierte Öffentlichkeit. Die von den Kindern erstellten Präsentationen wurden in Form einer Installation kunstgerecht dargestellt. Die vier Darstellungsformen von allen beteiligten Kindern liefen zeitgleich in der Endlosschleife auf vier verschiedenen großen Projektsflächen mittels Datenbeamer.

Mit diesem medialen Höhepunkt wurde eine Bilderflut, ein akustischen und visuelles Durcheinander erzeugt, in dem die kulturelle Vielfalt sinnlich wahrnehmbar verdeutlicht wurde. Die Klassengemeinschaft generierte dabei ein multimediales Gesamtkunstwerk über sich und den Stadtteil. Die einzelnen Schüler und Schülerinnen waren dabei zugleich mediale Aktivisten und rezeptive Konsumenten ihres Gesamtwerkes.
 

 

Einen detaillierten Einblick in das Kunstprojekt vermittelt die Beschreibung von Frau Wegh, der Kunstlehrerin der Klasse 4c.

 

19.07.07, 19:30 Uhr, Grundschule Ittlinger Str. 36, München:

 

Die Schüler der Klasse 4c, Eltern und Gäste folgen gespannt und neugierig den am Boden aufgeklebten Fußspuren. Sie werden in die verdunkelte Turnhalle geführt, wo sie das Ergebnis des Kunstprojektes „Unsere Lebenswelt neu gesehen“ bestaunen.

 

Das multimediale Projekt entstand in Kooperation mit

SIN-Studio im Netz e. V., Heiglhofstr. 1, München und der Kunstlehrerin Fr. Wegh, die als LAA im 1. Jahr im Rahmen ihrer Hausarbeit das Projekt durchführte.

 

Die Lebenswelt der Schüler beginnt im eigenen Zimmer, das sich in der elterlichen Wohnung oder Haus befindet. Sie wohnen in einer Straße im Münchner Norden – im Stadtteil Hasenbergl oder Harthof.

Diese kindliche Lebenswelt war der Ausgangspunkt für die ästhetische (Er-)Forschung durch die Kinder.

 

Wie kleine Forscher näherten sie sich auf unterschiedliche Art und Weise dem Thema an: mit Hilfe der Fotografie, Erstellung von Collagen und Rollagen, das Schreiben von Gedichten, Anfertigung von Skizzen, durch das Aufsuchen der Wohnhäuser vor Ort und die Erstellung einer PowerPoint-Präsentation im SIN.

 

Am Abend der Präsentation wurde auf vier Projektionsflächen (ca. 2 x 3 m groß) je eine Folie der PowerPoint-Präsentation mit Hilfe von Beamern und Laptops gezeigt. Gleichzeitig waren die Lieblingslieder der Kinder zu hören. Die Portraits der Kinder, die Zimmer und Häuser und die Gedichte wurden effektvoll präsentiert.

 

Die Eltern und Kinder sind stolz auf ihre Arbeit. Als Andenken erhält jeder Schüler und jede Schülerin eine CD mit der Präsentation für zu Hause.

„Das war mal ein echtes Projekt! Die Kinder habe wirklich was gelernt!“, meint eine Mutter. Ihr Sohn würde seitdem auch zu Hause am Computer Präsentationen erstellen.

 

Am nächsten Tag bestaunten auch die restlichen 280 Kinder der Grundschule die Arbeit der Klassen.

 

Der Aufwand hat sich gelohnt!

 

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Angaben zum Gesamtprojekt

 

Titel: Multimediale Stadtteilerkundung

Realisation: Grundschule an der Ittlingerstr.

Verantwortlich: Monica Schröger

Partner: SIN-Studio im Netz; Verantwortlich: Hans-Jürgen Palme

Beteiligte: Klasse 3a - Lehrerin: Frau Mauthner; Klasse 3b – Lehrerin: Frau Wagner; Klasse 4c – Lehrerin: Frau Schumacher und Kunstlehrerin: Frau Wegh

Projektwoche: 2.-6. Juli 2007

Projektpräsentation: Kunstprojekt am 19.7. um 19:30 Uhr; alle Projektergebnisse: 20.7.2007 von 8:00 Uhr – 10:00 Uhr