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Hat die Gewalt in den Medien zugenommen? Wie wirkt die medial vermittelte Gewalt auf unsere Kinder? Welche Ballerspiele sind am Beliebtesten und warum? Was machen die FSK und USK? Wie lauten die praxisnahen Tipps für eine zeitgemäße Medienerziehung? Dies sind nur einige der Fragestellungen, mit denen sich der Fachtag „Gewaltige Medien“ am 13. Oktober 2009 in der Fachakademie für Sozialpädagogik in Rottenbuch beschäftigte. Teilgenommen haben angehenden Erzieherinnen und Erzieher aus den Fachakademien für Sozialpädagogik in Rottenbuch, sowie pädagogisch Verantwortliche, die sich mit diesem Thema beschäftigen und grundlegende Informationen sowie vertiefende Auseinandersetzungen in Workshops suchten. In der Ansprache von Herrn Rosnitschek (Schulleiter der Fachakademie Rottenbuch) und Irmgard Hainz (Aktion Jugendschutz Bayern e.V.) wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt. Diese nutzten die Gelegenheit, sich von kompetenten Referentinnen und Referenten informieren zu lassen und in Workshops im gemeinsamen Diskurs, sowohl in Diskussionen als auch in praktischer Auseinandersetzung, die Thematik zu vertiefen. Hans-Jürgen Palme (SIN-Studio im Netz) vermittelte im Eingangsreferat einen Überblick über die medienpädagogischen Herausforderungen, die mit den gewaltigen Medien einhergehen. Die Schwerpunkte lagen hierbei auf Jugendmedienschutz, Cybermobbing, Urheberrecht bis hin zu Datenschutz. Den Abschluss seines Referats bildete die Auswertung eines Fragebogens, der mit den Studierenden der Fachakademie durchgeführt worden war. Im Anschluss daran folgten 7 Workshopangebote, die die Thematik "Gewaltige Medien" auf unterschiedliche Art und Weise vertieften: Armin Anstett ()informierte in seinem Workshop Freigegeben ab... über die Arbeit des Prüfgremiums der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle e.V.) und stellte die Kriterien für eine Alterskennzeichnung von Computerspielen vor, die vor allem auf psychologischen, pädagogischen und soziologischen Faktoren beruhen.
Irmgard Hainz
(Aktion Jugendschutz Bayern): Nightmare im
Kinderzimmer - Welche Filme für welches Alter?
Doris Schalles-Öttl
(Katholische Fachakademie für Sozialpädagogik): Michael Gurt (Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis): Stand der Medienwirkungsforschung Hans-Jürgen Palme und Eva Deibele(beide SIN - Studio im Netz e.V.) boten den Teilnehmern im Erfahrungsraum die Möglichkeit aktuelle Spieletrends für Kinder und Jugendliche (wie Playstation 2, Wii und aktuelle Software für den PC) selbst auszuprobieren. In einer anschließenden Diskussion unterhielten sich die Teilnehmer/innen angeregt über die eigenen Erfahrungen, den pädagogischen Wert und die möglichen Konsequenzen der Spiele auf das Verhalten der Kinder. Daniela Riediger (SIN - Studio im Netz e.V.) stellte unter dem Workshoptitel Medienpädagogische Modellprojekt - Medieneinsatz in Kindertageseinrichtungen das Mula-Projekt vor, das seit 1997 vom SIN - Studio im Netz in Kooperation mit dem Schul- und Kultusreferat in städtischen Kindertageseinrichtungen durchgeführt wird. Vor allem die frühzeitige Ausformung der kindlichen Medienkompetenz steht hierbei im Zentrum. Die Referentin stellte außerdem „sinnvolle“ und für den Kindergartenbereich geeignete Spielsoftware vor. Sabine Kögel-Popp (Evangelische Medienzentrale Bayern) informierte in ihrem Workshop anhand von aktuellen Beispielen über das nahezu grenzenlose Angebot von Kinderfilmen und Bilderbuchkinos für Kinder und gab Anregungen zur medienpädagogischen Arbeit. Neben einem Überblick über Lieblings-Fernsehsendungen von Kindern wurde anhand eines Ausschnitts des Kinderfilms "Findet Nemo" gezeigt, wie ein Filmgespräch mit Kindern aussehen kann. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden Möglichkeiten zum methodischen Einsatz des Kinderfilms erarbeitet, außerdem gab die Referentin einen Überblick über empfehlenswerte Kurzfilme für Kinder. Am Nachmittag wurde der Fachtag abgerundet mit einem Plenumsreferat von Armin Anstett zur Fragestellung "Jugendmedienschutz, quo vadis?". Das Fazit hierbei: Das Jugendmedienschutzgesetz ist wichtig und hat sich vielfältig bewährt – aber: Angesichts der globalisierten Internetwelten kann der Schutz unserer Kinder nicht allein durch nationale Gesetzte und Verbote realisiert werden. Eine verantwortungsvolle Medienbildung unserer Kinder ist wichtiger denn je. Hierbei sind vor allem die pädagogisch Verantwortlichen gefragt. Bevor Irmgard Hainz ein Fazit der Veranstaltung zog, wurden den TeilnehmerInnen noch gelungene Beispiele der aktiven Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt.
Veranstalter: Aktion Jugendschutz – Landesarbeitsstelle Bayern e.V. Veranstaltungsort: Fachakademie für Sozialpädagogik in Rottenbuch Zeit: 13. Oktober 2009 von 8:30 bis 16:15 Uhr Organisation: SIN-Studio im Netz
Wir danken Herrn Windhager von der FAKS Rottenbuch für die gelungene
Kooperation und Organisation vor Ort. |
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