Die Kampagne

Gewerbesteuereinbußen, Erfurt, Wahlkampf, Börsencrash; Haushaltsstop; kommunales Finanzdisaster – pädagogische Endzeitstimmung in einer globalisierten Depressivphase.

Die medienpädagogische Impuls-Kampagne „Funken-Ticker im Netz“ setzt auf eine tatkräftige Medienpädagogik in einer ungünstigen pädagogischen Großwetterlage. Durch schriftlich fixierte Statements zum Bereich Kinder, Jugendliche und Medien wird auf die Bedeutung der kulturellen Medienbildung aufmerksam gemacht. Zugleich setzt die Kraft der Wörter für eine lebendige Medienpädagogik einen Akzent gegen die wirtschaftlich bedingte Alltagstristesse. Die ausgewählten prägnanten Sätze werden in eMails bzw. SMS verpackt und gleich einer Flaschenpost im Internetäther ausgesetzt.

 

Funken-Ticker im Netz nutzt ganz bewusst die weltweiten Sendemöglichkeiten, die das Internet oder die SMS-Kommunikation bieten. Anstelle der zentral gesteuerten Einwegmedien (Fernsehen, Radio) bietet die digitale Kommunikationswelt Chancen und Möglichkeiten, sich einzumischen.

Im idealen Rahmen des Münchner Großereignisses Inter@ktiv 2002 (siehe www.interaktiv-muc.de) werden täglich die veränderten Sendemöglichkeiten zum Wohle einer medienpädagogischen Bildung der Heranwachsenden genutzt. Via Mail (digitale Flaschenpost), SMS (Short Messages) und Internet (virtuelle Litfasssäule) fließen kontinuierlich die Botschaften in die gesellschaftlichen Netzwerke ein und verorten sich in den lokalen Empfangsstationen.

Ziel der Kampagne:    

In einer von Medien dynamisierten Wissensgesellschaft sind Kinder von klein auf mit den allgegenwärtigen Medienwelten konfrontiert. Um nicht von den Datenströmen, Informationswelten, jugendgefährdenden WWW-Seiten etc. fortgerissen zu werden, benötigen sie mehr denn je medienpädagogische Unterstützung. Es geht um die frühzeitige Förderung der Medienkompetenz und der kulturellen Medienbildung als zeitgemäßer Beitrag zu einer „neuen Kultur des Aufwachsens“. Es geht um das Wohl der Kinder in einer von Medien bestimmten Welt. Auch in finanzschweren Zeiten darf dieses Wohl nicht vernachlässigt werden. Finanzielle Mittel sind dabei nur die eine Seite der Medaille, entmutigte Pädagogen und Pädagoginnen die andere.

Der Funken-Ticker im Netz kann keine neuen Finanzquellen erschließen. Das Projekt kann aber einen Beitrag dazu leisten, die Relevanz der Medienkompetenz und der kulturellen Medienbildung verstärkt ins Bewusstsein zu rücken.

 

Gleichzeitig ist der Funken-Ticker im Netz eine Aktion zur Förderung eines gemeinschaftlichen Bewusstseins. Der tägliche Empfang der Botschaften gleicht einer Live-Empfangs-Atmosphäre im Fernsehen.

Auf dem Weg der guten alten Schrift wird mit der Technologie des 21. Jahrhunderts  medienpädagogische Tatkraft angeregt.

Es geht also um eine schwungvolle Medienerziehung in einer Zeit, in der die Aktienkurse von den internationalen Finanzbörsen permanent um den Globus tickern.

Es ist an der Zeit, das medienpädagogische Gemisch aus Gedanken und Emotionen, Alltäglichem und Visionärem zu entflammen und dabei den Stachel gegen eine politik- und wirtschaftszentrierte Einsparungspädagogik zu setzen. Den Funken dazu liefert unser Projekt.

Die Intention ist klar: der Funke soll überspringen, denn schließlich sind  Kinder, die die Welt entdecken wollen, wichtiger als Zahlen und Kurven.

     

Der Funken-Ticker im Einsatz:

Täglich um 13 Uhr gingen die digitalen Botschaften rund um das Thema Multimedia in das Netz.

Projektumfang der Kampagne:
- 20 Botschaften (eMail und SMS)

- Die virtuelle Litfasssäule (www.interaktiv-muc.de)
 

Die Empfänger
Die digitalen Botschaften fließen an folgende Empfangsstationen:
-    pädagogische Einrichtungen
-    Eltern und medienpädagogisch Verantwortliche
-    Jugendliche
-    politisch Verantwortliche (lokal und bundesweit)
-    wirtschaftlich Verantwortliche (lokal und bundesweit)
-    Firmen in globaler Größe
-    Presse (lokal und bundesweit)


Die Botschaften
Im Rahmen des Inter@ktiv-Herbstevents (vom 26.10. - 14.11.02) wurde täglich eine Botschaften digital (per eMail und SMS) an bundes- und weltweite Empfänger versandt.
Die Zusammenstellung der Botschaften wurde vorab von der Realisationsgruppe fixiert (siehe Litfaßsäule die Rubrik "Wer organisiert").
Für Interessierte mit partizipativen Wünschen steht die Plattform "Kommentar" zur Verfügung. Hier können beispielsweise Rückmeldungen bzw. eigene Botschaften kundgetan werden oder Rückmeldungen zum Funken-Ticker gegeben werden.

Die digitalen Botschaften beinhalten Statements von folgenden Personenkreisen:
-
         Politiker
-
         Prominente
-
         Kinder und Jugendliche
-
         Medienpädagogen
Zur Ergebnissicherung werden schlussendlich alle versendeten Statements in der virtuellen Litfaßsäule zusammengefasst publiziert.